Besuch bei ADA Canals August 2021

Reisebericht vom 2.8.21 bis 23.8.21 von Leonie Gessinger:

Wo fange ich nur an. Ich habe letztes Jahr meine Hündin aus Spanien adoptiert und bin seitdem dem Tierschutz verfallen. Dabei war es für mich schon immer klar, dass ich mal vor Ort in einem Tierheim helfen möchte. Also habe ich beim Vorstand nach einem Kontakt gefragt und ein paar Wochen später war mein Flug nach Valencia gebucht.

Ich habe bei einer Frau aus Deutschland gewohnt, die schon jahrelang im Tierschutz tätig ist und heute noch als tolle Pflegestelle agiert und immer wieder Notfälle aufpäppelt. Ihr gesamtes Rudel besteht aus Tierschutzhunden und ist auf 13 Hunden angewachsen, da fühlte ich mich natürlich wie im Paradies 😊

Nach meiner Ankunft habe ich die tollen Freiwilligen von ADA Canals kennengelernt. Marga (Vorsitzende des Vereins) arbeitet als Krankenschwester, hat ein kleines Kind und macht das alles in ihrer Freizeit. Mar ist Margas Schwester und ist Lehrerin. Sie kümmert sich viel um die Katzen die ADA auch betreut und hat ein großes Herz besonders für alte und kranke Tiere. Amparo hat ein eigenes Geschäft und kümmert sich viel nebenbei um die Hunde, die im Retend Canals sind. Monse hat ein eigenes Geschäft in Canals und arbeitet früh bis spät, aber kümmert sich auch um die Katzen, die Hunde im Retend Canals und um die Hunde im Tosal am Wochenende. Gemma, Fanny und Jose unterstützen die Mädels beim Spazieren und beim Reinigen der Zwinger, wann immer sie können. Fanny ist auch die „Crazy-Cat Lady“, die immer die Hunde zu sich mitnimmt, um dort zu testen ob Hunde katzenverträglich sind oder nicht.

ADA hat eine alte Tötungsstation übernommen, das ist das Refugio Tosal wo sich 40 Zwinger auf 2 Reihen mit à 20 Zwingern erstrecken. All diese Zwinger sind gefüllt mit Hunden, die entweder schon bei ADA waren auf ihrem früheren Gelände waren oder schon im Refugio, als ADA es übernommen hat (z.B. Romulus, Cigro und unzählige Pitbulls). Durch eine Beschlagnahmung von der Polizei sind 12 neue Hunde dazu gekommen, die solange dort bleiben müssen bis ein gerichtliches Urteil gefällt wird oder die Hunde kommen zu ADA , weil die Polizei einen Hund aufgreift und die Mädels gerufen werden, denn sie sind vertraglich dazu verpflichtet, sich um alle Streuner zu kümmern, da sie die alte Tötungsstation übernommen haben.
Dort habe ich einige Hunde kennenlernen dürfen und die Mitarbeiter versuchen alles Menschenmögliche, aber es fehlen Leute, Geld und auch Zeit. Kirsty ist die Pflegerin dort, die ADA eingestellt hat und sie kennt die Hunde am besten. Sie fungiert selber als Pflegestelle und nimmt häufig Welpen zu sich, da im Tierheim kein Platz dafür ist. Sie hat mich häufig mitgenommen und wir haben versucht, alle Hunde zu fotografieren, neue Videos zu machen, den Charakter zu dokumentieren und auch allgemein bei der Pflege der Hunde durfte ich helfen.

Wir haben die Hunde auch zum Tierarzt gebracht, mit dem Van, der vom TSV- Europa finanziert wurde. Damit können jeweils 6 Hunde transportiert werden was zumindest etwas Zeit erspart. Dort werden die Tiere auf Mittelmeerkrankheiten getestet oder gechipt, geimpft und kastriert, wenn sie Adoptanten haben. Und wenn es Notfälle gibt, werden diese auch tierärztlich versorgt. Bei den Tierärzten häufen sich deshalb die Rechnungen, die dann immer ratenweise beglichen werden.

Die Zeit lässt es kaum zu, sich um einzelne Hunde zu kümmern, sodass sie fast 24h im Zwinger sind und nur rausdürfen, wenn ihre Zwinger gesäubert werden. Das Areal ist eingezäunt, allerdings ist es in der Vergangenheit vorgekommen, dass die Hunde sich durch den Zaun gebissen haben. Deshalb können sie hier nicht mehr ohne weiteres raus. Es sind neue Ausläufe geplant, aber auch da fehlt es wieder an Leuten, die beim Aufbauen helfen und somit muss eine Firma bezahlt werden, was wieder Geld kostet. Sonntags kommen Freiwillige, um mit den Hunden spazieren zu gehen, aber das hat leider auch in den letzten Jahren abgenommen.

Dann gibt es das Retend Canals, was der Polizei gehört, wo ADA auch 6 Zwinger hat und alle gefüllt sind unter anderem mit Nina, Canelo, Eva und Piki, die auf der Website zu finden sind. Da kommen sie dreimal am Tag hin, um die Hunde zu versorgen und sie zu bewegen. Es gibt auch tolle Pflegestellen in Spanien, die vor allem die alten und kranken Hunde aufnehmen und eine Tierpension, wo aktuell 5 Hunde untergekommen sind.

Die Reise war sehr emotional für mich, weil das Tierleid in Spanien real ist, aber diese Dankbarkeit der Hunde für jede kleine Streicheleinheit war es so wert, dass eine Träne vergossen wurde und das schönste ist, dass ich neue Freunde gefunden habe und mir viel Wissen aneignen konnte

Die Mädels leisten eine tolle Arbeit vor Ort und ich hoffe, das ich mit meiner Hilfe und auch der tollen Hilfe des TSVs einigen Hunden helfen konnte. Einige dürfen jetzt auch im September in neue zuhause ziehen und hoffentlich ihren Adoptanten genauso ein Lächeln ins Gesicht zaubern wie mir😊

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