Ambar

Ort

Spanien

Zuhause gefunden

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Titelbild von Ambar
Name:Ambar
Rasse:Mischling
Geschlecht:Weibchen
Geburtsdatum:05.2013 (8 Jahre alt)
Ungefähre Größe:43 cm
Kastriert:nein
Katzentest:auf Anfrage
Erkrankungen:Leishmaniose positiv, leichte Hautirritationen, stabiler Gesundheitszustand (regelmäßige Kontrolle Blutwerte), Behandlung mit Glucantime abgeschlossen, bekommt jetzt Allopurinol und Vitaminkomplex
Mittelmeertest:Im Juni 2021 getestet. (Anaplasmose, Filariose, Erlichiose negativ, Leishmaniose positiv, siehe oben)
Aufenthaltsort:Perros con Alma, Zaragoza

Was soll ich sagen, wir haben am Samstag die drei fantastischsten Hunde adoptiert, die man sich nur vorstellen kann. Alle meine anderen Hunde waren und sind natürlich jeder für sich auch fantastisch, aber diese drei Schätze sind einfach der Knaller. 

Wir sind zwar noch in der Rudel- Kennenlern- Phase, aber alle sieben Hunde verhalten sich bis jetzt, ich will es nicht verschreien, wie aus dem Lehrbuch. Jule, Gina, Sammy und Teddy sind noch sehr zurückhaltend. Sie krummeln mal mehr, mal weniger, wenn Ihnen was nicht passt und Theo, Daisy (Ambar) und Lissi (June) reagieren ganz feinfühlig darauf und schalten dann sofort einen Gang zurück. Es gibt bisher keinerlei Beißerei oder sonstige feindselige Aktionen. Krummeln oder Knurren ist ja einfach ein Mittel der Korrespondenz. Alle sieben arbeiten ganz feinfühlig mit Ihren Sinnen. Es ist so interessant anzuschauen. Ich habe ja bisher auch noch nie 3 Hunde auf einmal in ein bestehendes Rudel integriert, aber es ist nicht wirklich schwieriger als mit einem allein. Die ängstlichen Neuankömmlinge orientieren sich an allem was sie sehen und übernehmen ganz schnell Verhaltensweisen. Man könnte einen kleinen Lehrfilm darüber drehen. Hätte man diese drei Hunde getrennt vermittelt oder in einen Haushalt ohne Hunde, dann hätte man es sehr sehr schwer gehabt und die Hunde wären niemals so schnell so glücklich geworden. Das gehört für mich auch zum Tierschutz, dass man bestehende Freundschaften nicht auseinander nimmt. Theo und Lissi (June) lieben sich abgöttisch. Wären sie getrennt worden, dann wäre das ein Desaster für beide geworden, das glaube ich, jetzt einschätzen zu können. Aber auch Daisy (Ambar) wäre alleine tief traurig. Ich kann im Moment ganz schwer an Sucre denken, weil ich mir nicht ausmalen möchte, wie er sich momentan fühlt. Mein Problem ist sicher, dass ich alles zu sehr in meine Gefühlswelt übertrage und vermenschliche, aber oft ist es auch genauso.

Wir haben uns die letzten vier Tage ausschließlich um die Fellnasen gekümmert haben. Wir hängen zusammen auf der Couch und verbringen regelmäßig Zeit im Garten, den wir bis heute auf ein Minimum abgetrennt hatten. Lustigerweise ist in diesem Bereich unser Komposthaufen, sodass sich die drei Mäuse angewöhnt haben auf den Komposthaufen zu kacken…. das könnte, wenn es nach mir ginge, so bleiben!!!

Alle schlafen die ganze Nacht angekuschelt an uns, als ob sie nie was anderes gemacht hätten. Es ist der Wahnsinn. Natürlich muss das Gelage niemand anderer sehen, man würde uns für bekloppt erklären, aber für uns ist es das Schönste. Ich habe mir in letzter Zeit, nachdem ich oft darüber nachgedacht habe, was andere über mich denken und mich mein teilweise daran angepasstes Verhalten sehr unglücklich gemacht hat, vorgenommen, jetzt mit 55 Jahren, nur noch das zu tun was ich eben tun muss für mich. Und wenn man das macht, dann macht alles für einen Sinn und man ist viel zufriedener. Wir müssen alleine die Verantwortung tragen, also müssen wir auch zu dem stehen, was wir so tun, auch wenn andere darüber den Kopf schütteln. Das muss einem egal werden. Und wenn meine Hunde und ich glücklich sind, wenn wir im Bett zusammen kuscheln, dann ist es eben so.

Ja, sieben Hunde sind viele Hunde, aber es macht soviel Sinn, wenn man diese Hunde gesehen hat und sie jetzt sieht. Es macht heutzutage so weniges wirklich Sinn, aber das fühlt sich einfach richtig gut an.

Und wenn man dann sieht wie glücklich man sein kann als Hund, wenn man einfach respektvoll und liebevoll und beschützt leben kann, dann ist das das größte Geschenk, was man von den Hunden zurückbekommt, obwohl man gar nichts erwartet hat.

Daisy (Ambar) war zwei Tage komplett in sich gezogen und körperlich und seelisch fast gelähmt dagelegen. Sie hat sich nur in Zeitlupe bewegt, hat nicht rumgeschnüffelt, hat nur geschlafen und gar nichts wahrgenommen. Sie hat richtig krank geschaut und total tief traurig (vielleicht ein bisschen auch wegen Sucre, ich weiß es ja nicht, ich gehe da immer auch zuviel von meinen eigenen Gedanken und Gefühlen aus).Ich dachte schon, dass Ihre Leishmaniose die Überhand gewonnen hat, vielleicht hat sie das durch den Seelenstress auch zeitweise. Jedenfalls hat sich das Blatt seit gestern komplett gewendet. Sie läuft ganz aufgeweckt rum, schnüffelt, wedelt, spielt sogar mit den anderen beiden. Sie freut sich wie verrückt auf Essen, futtert gierig und hört schon auf ihren Namen. Wenn einer bei mir kuschelt, dann steht sie auf und drängelt sich an mich ran dazwischen, das glaubt man nicht nach vier Tagen. Und wenn wir mal den Tisch aus Faulheit nicht sofort abräumen und für eine Sekunde nicht hingucken, dann steht unsere Daisy auch schon mal oben drauf und spült die Teller vor!!! Sie ist eine unglaublich sanfte, ruhige, liebe Hündin, reagiert feinfühlig auf die Sprache der anderen und ist ein wahrer Traum.

Lissi (June) eine kleine obersüsse Puppe. Sie hat ein Fell wie eine Maus. Sie ist aufgeweckt, reagiert auch unglaublich feinfühlig auf die Hundesprache der anderen, versucht aber unermüdlich die Kontaktaufnahme, mit immer größerem Erfolg. Sie läuft schon mit den anderen raus, bellt schon mit und schmust und kuschelt, das ist einfach unbeschreiblich. Sie steigt einem fast auf die Schultern und guckt einem tief in die Augen. Sie ist eine totale Vorwitztüte. Sie geht überall hin, muss alles riechen und sehen und hört auch schon auf ihren Namen. Wenn wir im Garten sind und dann einfach nach oben gehen ohne was zu sagen, dann rast sie an uns vorbei wie der geölte Blitz. Alle drei rennen schon von alleine nach oben und haben unsere Wohnung schon, genau wie das von uns geplant war, als Zufluchtsort eingeordnet. An den ersten beiden Tagen haben sich Theo und Daisy noch lieber im Garten in die Ecke verkrochen. Dann mussten wir Theo immer hochtragen. Aber jetzt ist die Wohnung die absolute Basis. Das macht es uns ganz leicht. 

Ja, und Theo!!! Was soll ich sagen, Theo ist der Ober-Kracher. Er ist so ein süßes Würstchen, das kann man sich nicht vorstellen. Und wenn jemand auf den Gedanken kommen sollte zu sagen, das Theo ein armes Würstchen ist, dann hat er weit gefehlt. Theo hat es sicher viel schwerer beim Laufen, aber er weiß das nicht. Er ist eine kleine Wildsau. Er rennt den Abgang in den Garten runter den anderen hinterher, klettert in unserem wirklich hügeligen Gelände wie ein Gamsböckchen den steilsten Berg rauf und runter und ist überall und ich meine überall, dabei. Er steht nie hinten an. Er spielt dermaßen wild, dass man manchmal dem Teddy beim Krummeln helfen muss und ihn mal etwas lauter ansprechen muss, dass er Pause machen soll. Das macht er übrigens dann sofort. Wenn er Brillen, Handys, Kissen, Decken und die Couch anknabbert, muss man nur etwas bestimmter ‘Theo, nein!’ sagen, dann hört er sofort auf. Wenn wir mal nicht in der Wohnung sind, macht er das sicherlich zu seiner Lieblingsbeschäftigung. Mal sehen, was ihm so zum Opfer fällt in Zukunft. Ich hab ihm jetzt so einen kleinen Tau- Ball gegeben, den bearbeitet er ganz gerne. Und er liebt es unreife Zwetschgen zu suchen, die wir ihm dann allerdings wieder wegnehmen, weil die Kerne ja nicht so gut sind. Das ist schon ein Sport von ihm im Garten geworden. Das Lustigste ist, wenn er von der Couch runter auf die Matratze springt, die wir davor gelegt haben für ihn. Dann springt er wie ein Känguru mit allen vieren ab und landet auf dem Bauch, das ist zum totlachen. Abends, wenn er anfängt zu schlafen, dann knurrt er immer vor sich hin, weil er irgendwelche Spiegelbilder im Fenster und der Tür sieht. Wenn man ihn dann in den Arm nimmt und ihn beruhigt, dann ist Ruhe. Er springt auf die Couch und runter, im Garten ist ihm kein Weg zu weit, manchmal tragen wir ihn ein Stück, das genießt er dann wahrscheinlich auch ein bisschen, aber meistens ist er schon selbst vorgeflitzt, dass wir kaum nachkommen. Er ist überall mit seiner Nase ganz vorn dabei. Theo ist die größte Überraschung für uns. Das hätten wir nie geglaubt, dass dieser kleine Mann die größte Lebensfreude und Energie von den dreien, nein, eigentlich von allen sieben hat. 

So, liebe Regina, jetzt hab ich Dich aber genug zugetextet mit Hundegeschichten, aber ich dachte, ich muss Dir mal ein Update geben, wie die drei sich entwickeln und verhalten.

Alle Bedenken, die man im Vorhinein hatte, sind nicht eingetreten. Und das kommt daher, dass man einfach vieles gewähren lässt und dann entwickelt sich das durch Hunde- Korrespondenz ganz von alleine. Man muss als Mensch sich einfach zurücknehmen und nur im äußersten Notfall eingreifen. Man darf nicht beim ersten Knurren mitreden oder eingreifen. Man muss es einfach gewähren lassen. Man darf keine Erwartungen haben und man muss entspannt an alles rangehen. Je älter man wird, desto besser klappt das. Und mit jedem Hund wird man entspannter und lernt die Hundesprache immer besser. Das alles hab ich jetzt genau an uns selber beobachtet und es hat, zumindest bis jetzt, gut geklappt. Mal sehn’, was da noch so kommt !!!

Und mein größtes Problem, nämlich unser kleiner Teddy, der oft einen auf ‘dicke Hose’ macht, verhält sich dermaßen souverän und toll, das hätte ich nie gedacht. Er ist ein kleiner Traummann und ich glaube, er teilt sich die Rudelführung mit Jule (Liah).

Also, in diesem Sinne, Theo, Lissi und Daisy sind zu Hause angekommen.

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