Tierheim in Odai – Dogs without borders Romania


Die Geschichte des Vereins „Dogs without Borders Romania“ beginnt lange vor dessen offiziellen Gründung im Jahr 2022. Ilinca Macarie, eins der Gründungsmitglieder des Vereins, engagierte sich schon lange für den Tierschutz, doch als sie 2016 Stadträtin wurde, begann sie sich intensiver um die Hunde des öffentlichen Tierheimes Odai zu kümmern. Dieses Tierheim hatte bis 2016 einen relativ schlechten Ruf, da es gar nicht transparent verwaltet wurde, und keinen Freiwilligen oder Tierschutz-Organisationen der Zutritt erlaubt wurde. Angegeben wurde schon damals eine Anzahl von ca. 700 Hunden, und man wusste nicht so recht, was mit diesen Hunden hinter geschlossenen Türen passierte. Als erste Verbesserungsmaßnahme wurde eine Facebook-Seite eröffnet: "Help the dogs from Odai shelter", in der wir (Freiwillige unabhängig von der Stadtverwaltung) die Hunde vorgestellt haben. Die Hunde wurden bis dato nicht fotografiert oder zur Adoption vorgestellt. Wir haben angefangen, die Hunde selbst oder mit Profis zu fotografieren und das hat uns sehr geholfen, schnell ein paar Adoptionen in Gang zu setzen. Bald haben wir festgestellt, dass die meisten Hunde nicht adoptionsfähig waren, und dass sie unbedingt Sozialisierung und Training brauchten, um ihre Ängste zu überwinden und um wieder Vertrauen in uns Menschen zu fassen. In diesem Zusammenhang wurde ein Sozialisierungsprogramm erstellt und mit Hilfe von Freiwilligen begannen Hunde, sich an Menschen zu gewöhnen, an der Leine zu laufen und mit anderen Hunden zu spielen. Dieses Programm wird bis heute fortgesetzt und seit 2020 haben etwa 1000 Hunde das Odăi Shelter verlassen und ihr Zuhause für immer gefunden.

Odăi Tierschutz

Das Tierheim befindet sich auf einem Gelände der Stadtpolizei, am nördlichen Stadtrand von Bukarest. In Zwingern werden etwa 600 Hunde in Gruppen von etwa 4 bis 5 Hunden gehalten. Die Planung des Tierheims ist äußerst mangelhaft, so dass die Einrichtungen beschädigt und die Abflüsse oft verstopft sind.

Die Hunde im großen Tierheim werden nie ausgeführt, sondern nur gefüttert und ansonsten sich selbst überlassen. Diese Hunde haben Traumata und brauchen menschliche Interaktion, um ihr Verhalten zu verbessern. Aufgrund der begrenzten Ressourcen unseres Vereins können wir es uns jedoch nicht leisten, alle Hunde in unserem Programm aufzunehmen.

Es war sehr wichtig, aus dem Chaos des riesigen Tierheims herauszukommen und den Hunden eine etwas ruhigere Umgebung in der Nähe zu bieten, damit sie sich auf die Adoption vorbereiten können. Deshalb wurden rund um die Tierheimklinik 10 neue Gehege errichtet. Die rund 35 sozialisierten Hunde verbringen ihre Zeit entweder in diesen Gehegen oder laufen frei in einem Garten rund um die Klinik herum. Der Aufenthalt in dieser Zone ist eine Art Zwischenstopp. Wird ein Hund für eine internationale Adoption reserviert, kann nach dem Auszug ein anderer Hund aus dem großen Teil des Tierheims an seinen Platz im Sozialisierungsbereich schlüpfen.

Unser Sozialisierungsprogramm

Wir erreichen in einem Monat eine gute Anzahl von Adoptionen. Für die Hunde, die Familien gefunden haben, dürfen andere Hunde aus dem großen Tierheim in den Sozialisationsbereich nachrücken. Wenn wir in dem großen Teil des Tierheimes einen freundlichen Hund entdecken oder der mindestens Anzeichen dafür zeigt, dass er menschliche Interaktionen akzeptiert, bringen wir ihn an einen ruhigeren Ort und beginnen mit ihm zu arbeiten. Das bedeutet, dass wir jede Woche Zeit mit dem Hund in seinem Zwinger verbringen, ihn aus der Hand füttern, ihn an das Geschirr und an die Leine gewöhnen, mit ihm spaziergehen und ihn schließlich mit anderen Hunden auf dem Spielplatz sozialisieren. Wenn der Hund für eine Adoption bereit ist, stellen wir sicher, dass die Impfungen und Entwurmungen, die Blutuntersuchungen durchgeführt werden und die ordnungsgemäßen Dokumente ausgestellt. Wir versuchen, sorgfältig auf die Bedürfnisse des Hundes einzugehen und ihm Zeit und Raum zu geben, wenn dies der Fall ist. Manchmal ist es schwierig, mit einem Hund zu arbeiten, der wenig Interesse an den Menschen zeigt oder uns nicht vertraut. In so einem Fall wird ein freundlicher, selbsbewusster Hund zur Hilfe gezogen. Dieser wird sich mit dem ängstlichen Hund den Zwinger teilen und ihm als Beispiel und Vermittler dienen. Diese Vorgehensweise hat bis jetzt zu außerordentlich positiven Ergebnissen geführt.

Was wollen wir erreichen?

Unser Verein ist im Laufe der Zeit gewachsen, wir kümmern uns nicht nur um die Hunde im Tierheim Odăi, sondern retten auch andere Hunde und bringen sie in Pflegefamilien oder in einem privaten Tierheim unter, mit dem wir zusammenarbeiten und das vom Tierarztehepaar Ferbinţeanu geführt wird. Derzeit betreuen wir rund 100 Hunde, verteilt auf Pflegestellen, Tierheim Ferbivet und Odăi.
Dank Spenden können wir es uns leisten, uns um die Hunde zu kümmern, sie bei Bedarf medizinisch zu behandeln und kleine Reparaturarbeiten im Tierheim durchzuführen. Die Hunde aus dem Programm sind sozialisiert und sind bereit für das Familienleben.

Unser Ziel ist es, jeden Monat mindestens 15 bis 20 Hunde aus dem Tierheim zu holen und ihnen verantwortungsvolle Adoptionen zu sichern. Das wäre uns nur möglich, wenn wir mit mehreren internationalen Organisationen zusammenarbeiten könnten. Im Moment haben wir neben dem Tierschutzverein Europa noch eine weitere Partnerschaften mit einem Vereinen aus dem Ausland, aber leider reicht das noch nicht aus, um die Situation wirklich nachhaltig zu verbessern.

Aktuelles vom Verein:

Facebook Dogs without Borders Romania
Instagram Dogs without Borders Romania

Hier kommen noch die Bankdaten, wenn Sie etwas direkt spenden möchten*:

Asociatia Dogs without borders
Bank: ING Bank
IBAN: RO72 INGB 0000 9999 1218 1651
BIC: INGBROBU

*Wenn Sie Ihre Spende beim Finanzamt geltend machen wollen, überweisen Sie Ihre Spende bitte mit dem Namen des Tierheims im Betreff an den Tierschutzverein Europa. Wir leiten Ihre Spende 1:1 weiter.

Jetzt spenden!