Licht im Dunkeln: Ein Besuch im Tierheim ADA Canals
Wenn Strom nicht selbstverständlich ist, wird jede funktionierende Glühbirne zu einem Zeichen der Hoffnung. Genau das erlebte unser ehemaliger Vermittler gemeinsam mit Stefan, als sie kürzlich das Tierheim ADA Canals in Spanien besuchten. Was als spontaner Hilfeeinsatz geplant war wurde zu einem unvergesslichen Tag voller Emotionen, Einsatz und Zusammenhalt.
Schon bei der Ankunft vor Ort wurde klar: Es gibt viel zu tun. Weder der Generator noch die Photovoltaikanlage funktionierten. Die Stromversorgung war zusammengebrochen – und das nicht erst seit gestern. Und dennoch zögerten sie keine Sekunde. Sie packten direkt an. Stefan, der nicht nur Herz, sondern auch handwerkliches Geschick mitbrachte, widmete sich einen ganzen Tag lang der zerstörten Stromversorgung.
Gerade als neue Kabel verlegt und Batterien eingesetzt wurden, passierte das Unfassbare: In ganz Spanien fiel der Strom aus. Ein Moment, der wie ein stilles Zeichen wirkte – als wollte das Universum noch einmal verdeutlichen, wie wertvoll Energie ist, wenn sie fehlt.
Doch am Ende des Tages war es geschafft: Ein Teil des Tierheims erstrahlte wieder im Licht. Dank neuer Technik, engagierter Menschen und dem unbedingten Willen, zu helfen. Das Haupthaus und eine Zwingerreihe konnten wieder mit Strom versorgt werden. Nur eine Reihe blieb noch dunkel – es fehlten 15 Lampen.
Warum ist Licht so wichtig? Es geht nicht nur um Sichtbarkeit. Es geht um Sicherheit. Die Tierschützerinnen und Tierschützer vor Ort arbeiten auch nachts, müssen Hunde versorgen, Tiere scheren oder medizinisch betreuen. Ohne Licht ist das riskant und kraftraubend. Besonders jetzt, da künftig möglicherweise auch ein mobiler Tierarzt direkt im Tierheim arbeiten soll.
Mittlerweile wurden, dank eurer Unterstützung, die fehlenden Lampen und ein großer Strahler gespendet. Toni, der liebevolle Pfleger vor Ort, hat die Lampen inzwischen montiert.
Das Ergebnis: Das Tierheim ADA Canals hat wieder Licht. Und mit dem Licht kam auch ein Stück Hoffnung zurück.
Doch der Besuch hat noch mehr offenbart: Der Boden in den Zwingern ist rissig, teilweise bröckelig. Die Reinigung ist schwierig, fast unmöglich. Ein hygienischer Zustand, der langfristig nicht tragbar ist. Hier möchten wir als Tierschutzverein Europa e.V. ebenfalls helfen. Erste Kostenvoranschläge stehen aus, aber eines ist klar: auch dieses Projekt werden wir nicht aus dem Blick verlieren.
Parallel zur handwerklichen Hilfe vor Ort unterstützt Stefan aktuell Fanny aus Spanien das Tierheim bei der technischen Modernisierung: Die Homepage wurde überarbeitet, neue Inhalte eingepflegt. Auch die Sichtbarkeit der Tiere in Spanien wird damit verbessert – eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Vermittlungen. Die neue Website ist bereits online: www.adaprotectoraanimales.com
Auch in den sozialen Medien nimmt die Sichtbarkeit zu. Fotos, Videos, Geschichten – all das macht den Unterschied für ein Tier, das auf ein Zuhause wartet. Der Tierschutzverein Europa e.V. unterstützt ADA Canals auch hier mit Know-how und Reichweite.
Was uns besonders berührt hat: Die Menschen vor Ort. Sie arbeiten mit Herzblut. Pfleger wie Toni, der immer zur Stelle ist, wenn Hilfe gebraucht wird. Freiwillige, die ihre Zeit, Kraft und Liebe für die Tiere einsetzen – neben Beruf und Familie. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist gelebter Tierschutz.
An dieser Stelle möchten wir uns von Herzen bedanken. Bei allen Spenderinnen und Spendern, bei allen, die unsere Arbeit unterstützen – ob durch finanzielle Hilfe, Adoptionen, ehrenamtliches Engagement oder das Teilen unserer Beiträge. Ohne euch wäre das alles nicht möglich.
Dies war unser Reisebericht zum Tierheim ADA Canals – weitere werden folgen. Denn wir möchten euch nicht nur die Tiere zeigen, sondern auch die Menschen, die hinter jedem geretteten Leben stehen. Und die Orte, an denen Tag für Tag für diese Tiere gekämpft wird.
Euer Team vom Tierschutzverein Europa e.V.
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