Unser Kooperationspartner APAP im Radio und der Zeitung

Unsere Kooperationspartner in Alcañiz, der Verein APAP war mit seinem Präsidenten Luis Salavranca und der ehrenamtlichen Helferin Simone Steinhilber zu Gast im Radio. Sie geben hier einen Einblick in die Tierschutzarbeit in Spanien. Der Bericht ist der erste einer Serie, die wir hier auf Deutsch für euch veröffentlichen:

Das Tierheim von Alcañiz findet in Deutschland eine Lösung für das Problem zu weniger Adoptionen vor Ort. In etwas mehr als einem Jahr ist es APAP Bajo Aragón gelungen, über 80 Hunde in ein Zuhause in Deutschland zu vermitteln

Der Tierschutzverein Bajo Aragón (APAP Bajo Aragón) kümmert sich seit Ende 2003 um Dutzende von herrenlosen Tieren. Nach seiner Gründung ließ sich das Tierheim auf einer Fläche von etwa 2.800 m2 in der Calle de Castellón (neben dem Recyclinghof von Alcañiz) nieder, die die Stadt zur Verfügung gestellt hatte. Heute haben sie ein Dutzend Freiwillige in ihren Reihen und beherbergen etwas mehr als 130 Tiere in ihren Einrichtungen (55 Hunde und 75 Katzen).

Dass die Zahl der Tiere über die Jahre gestiegen ist, ist für sie natürlich kein Grund zu Feiern. Im Laufe der Zeit füllte sich das Tierheimgelände immer mehr, bis sich der Verein schließlich in einer ausweglosen Lage sah. Laut Luis Salafranca, dem Präsidenten von APAP, hatte der ständige Zulauf an Tieren, zusammen mit der geringeren Zahl der jährlichen Adoptionen, die freiwilligen Helfer überfordert und zu finanziellen Problemen geführt. „In den letzten 18 Monaten haben wir in ganz Aragón gerade einmal zwölf Hunde vermittelt. Die Zahlen sind ziemlich dürftig. Die Tiere haben bei uns kein schlechtes Leben und wir kümmern uns gut um sie, aber wir hoffen natürlich trotzdem, dass sie eine Familie finden. Einige von ihnen sind schon sehr lange hier“, sagt Luis Salafranca.

Für dieses Problem hat die Deutsche Simone Steinhilber (seit gut anderthalb Jahren in der Gegend ansässig und derzeitige Kassenwartin von APAP) eine Lösung gefunden. Als sie selbst von der Situation im Tierheim erfuhr, suchte sie nach einer Möglichkeit, diesen Hunden zu helfen, indem sie sie in ihre Heimat schickte, wo es laut Simone viel weniger streunende Hunde und dadurch eine größere Nachfrage nach Adoptionen gibt. „Als ich in die Gegend zog, schaute ich im Tierheim vorbei, um einen Hund zu adoptieren. Dabei fiel mir auf, dass sie für sehr viele Tiere verantwortlich waren und beschloss, auch anderweitig zu helfen. Ich nahm Kontakt zum TSV Europa auf, einem recht großen Verein, der mit verschiedenen Tierheimen in Spanien, Portugal und Rumänien zusammenarbeitet. Sie suchen in Deutschland eine Familie, die ein Tier aufnehmen möchte, und wenn sie eine finden, zieht das Tier in sein neues Zuhause um“, erklärt Steinhilber.

Kurze Zeit später begann APAP regelmäßig Hunde nach Deutschland zu schicken. Dank Steinhilber und dem TSV Europa fanden sich viele Adoptivfamilien. Insgesamt sind in etwas mehr als einem Jahr etwa 85 Hunde aus Alcañiz nach Deutschland umgezogen. Gerade erst am 17. Dezember wurde ein halbes Dutzend Tiere Richtung Norden geschickt und am kommenden Freitag wird es einen weiteren Transport geben. „Für uns war das wie ein frischer Wind, es war sehr schwierig, nur mit den Adoptionen vor Ort zu überleben. Mittlerweile hat unsere wirtschaftliche Lage sich gebessert und die Tiere haben auch an Lebensqualität gewonnen. Wir haben mehr Platz und mehr Ressourcen“, sagt Salafranca.

Bei den Katzen zeigt sich dasselbe Problem

Nachdem es bereits gelungen ist, die Zahl der Hunde deutlich zu reduzieren, sucht APAP Bajo Aragón nach einem ähnlichen Ausweg für die große Anzahl von Katzen, die ebenfalls in seiner Obhut sind. „Wir wissen, dass es auch Organisationen wie den TSV Europa gibt, die sich darum kümmern, Katzen nach Deutschland zu bringen. Vorerst haben wir jedoch keine finden können, die noch Kapazität frei hat, um mit uns zu arbeiten“, beklagt die Kassenwartin.

Viele Probleme könnten durch Prävention und verantwortliches Handeln vermieden werden.

Dem Verein ist selbstverständlich klar, dass die beste Lösung für die große Zahl obdachloser Tiere Prävention und verantwortungsvolle Adoptionen sind. „Ich möchte die Bürgerinnen und Bürger auffordern, ungewollte Welpenwürfe zu vermeiden, und außerdem statt dem Kauf die Adoption eines Tieres in Betracht zu ziehen. In Deutschland gibt es viel weniger ungewollte Welpen, auch weil Hunde häufiger kastriert werden. Es ist eine Frage der Bildung. Wir können hier noch viel von anderen lernen“, schließt der Präsident.

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