Spanien02./03.2010

Im Nachhinein mchten wir allen Tierfreunden einen kleinen Einblick in unsere Fahrt nach Spanien Ende Februar/Anfang Mrz geben.

Herzlich bedanken mchten wir uns bei alle Spendern, die es erst mglich gemacht haben, dass diese Fahrt ein solcher Erfolg wurde.

Bitte klicken Sie auf das Bild und Sie werden mehr Informationen und auch Bilder zu erhalten.

Reise nach Andalusien im Februar/Mrz 2010

Ende Februar wurde eine Fahrt nach Sdspanien durchgefhrt, um unsere Tierheime vor Ort besuchen zu knnen.

So wurden am Mittwoch, den 24. 02 2010, erst einmal alle Sachspenden im Schwarzwald, in Geisingen, im Markgrflerland bei Freiburg i. Br. und am Donnerstag in Gernsbach, Pirmasens und bei Wiesbaden eingesammelt. Aus der Schweiz kamen dann an einem Rastplatz nochmals viele tolle Sachen dazu.
Zustzlich konnten wir auch durch eingegangene Geldspenden Futter aus dem Tiercenter in Freiburg besorgen. Auch von dort bekamen wir noch einige Spenden dazu.
Mit ber 1000 Kilo Hundefutter, ca. 200 Kilo Katzenfutter, Medikamenten, Decken, Hundehtten, Katzenkratzbumen, Tragetaschen fr Hunde und Katzen und vielen anderen ntzlichen Accessoires konnte unsere Reise mit einem Transporter, der bis unters Dach gefllt war mit Sachspenden und leeren Hundeboxen, dann starten.

Nach einer Nacht in Barcelona ging die Fahrt weiter zu Ellinor nach Calpe, wo wir herzlich aufgenommen wurden. Schon bald durften wir viele neue Hunde kennen lernen. In Ellinors Haus leben derzeit ca. 60 Hunde, die alle auf eine Chance warten.
So wurden viele Bilder gemacht und die Hunde stichwortartig aufgeschrieben, damit wir spter an die Texte schreiben konnten.
Wir durften bei Ellinor bernachten und hatten nette Gesprche in ihrem Haus und beim gemeinsamen Abendessen.

So kamen wir letztendlich am Sonntag, den 28. 02. 2010 in Linares an, wo ein Teil der Spenden ausgeladen wurde: Futter, Decken, Medikamente und vier stabile Hundehtten.
Im Haus von Tina und Mariano, dem ersten Vorsitzenden der Tierschutzorganisation Arconatura, wurden wir herzlich willkommen geheien und wir konnten auch einen der zustndigen Tierrzte dort kennen lernen, der fr die Versorgung der Hunde zustndig ist.
Auch Carmen und viele fleiige Hnde warteten schon und halfen uns tatkrftig beim Ausladen der Spenden.

Am Montag ging es dann direkt ins Tierheim nach Linares, um vor Ort die Hunde alle kennen zu lernen. Was uns erwartete waren ca. 150 Hunde auf einer Flche von ca. 450 m2, die uns alle freudig begrten.
Die Hunde sind sehr lieb, sozial und man hat nie genug Hnde, um alle streicheln zu knnen. Einige wenige (meist Neuzugnge) waren noch ein wenig verstrt und versuchten uns eher aus dem Weg zu gehen.
Wenn die Betreuer vom Tierheim vor Ort sind, drfen alle Hunde frei herum springen und es wuselt nur so um einen herum.

Von den Eindrcken fast erschlagen haben wir dann auch wieder Tina, Carmen, Lola, und viele andere Helfer getroffen, die uns alle sehr herzlich begrt haben.
Wir erfuhren, dass das Tierheim auf dem Gelnde, das inmitten eines Olivenhains und einer dicht befahrenden Strasse liegt, nur geduldet ist.
Darum ist die Tierschutzorganisation bestrebt, endlich ein eigenes sichereres Gelnde zu bekommen, wo nicht mehr nur alles improvisiert werden muss, sondern man auch stabilere Gebude aufstellen kann. In Anbetracht der schweren Strme im Herbst und Frhjahr ist das auch absolut notwendig.

Am Dienstag den 02. 03. 2010 ging es dann nach Jan. Dort haben wir uns mit Ruth getroffen, die uns zuerst einmal in die dortige Perrera begleitet hat.
Diese Ttungsstation ist relativ sauber aber sehr zugig und schlecht isoliert. Der Mitarbeiter vor Ort erwies sich als geduldig und hat sich nicht in den Vordergrund gedrngt. So konnten wir alles in Ruhe betrachten und viele Hunde sehen, die dort eingesperrt sind.
Mariana, die erste Vorsitzende der Tierschutzorganisation ABYDA, hat mit den Betreibern der Perrera ausgemacht, dass sie immer informiert wird, bevor ein Hund gettet werden soll und sie versucht immer alles, um dieses Leben zu retten. So konnte sie schon viele Hunde befreien, wenn sie einen Platz in ihrem Tierheim frei hatte.

Leider funktioniert genau das nicht in vielen Ttungsstationen in Spanien (z. B. auch in Linares ist keine Mglichkeit gegeben, zu erfahren, wann und wieviele gettet werden), denn die Perreras mchten hufig nicht mit den Tierschtzern vor Ort zusammenarbeiten.

Nach der Perrera ging es zur Katzenstation in Jan. Dabei handelt es sich um einen angemieteten Raum von ca. 80 m2, wo derzeit ca. 50 Katzen leben. Isabel kmmert sich dort jeden Tag liebevoll um die Stubentiger, die alle einen sehr freundlichen Eindruck auf uns hinterlassen haben.
Einige der Miezen befinden sich auch auf der Seite vom TSV-Europa.

Weiter ging die Fahrt zur Hundestation, wohin uns auch Mariana und Ruth begleiteten: Dort wurden wir vom Gebell zwischen den Betonwnden fast erschlagen, denn das Tierheim befindet sich im Industriegebiet in Jan und sieht eher wie ein halbberdachter Hinterhof aus.
Die Hunde leben hier sehr beengt und dort muss dringend etwas passieren, damit die Hunde mehr Licht und vor allem Platz bekommen.
Wie auch in Linares geht es dabei natrlich um das Geld, denn ein neues Tierheim ist sehr teuer. Derzeit zahlt der Verein Miete fr die Katzen und auch die Hundestation, denn sie haben noch kein eigenes Gelnde, was aber dringend notwendig wre.
Whrend eines Essens konnten wir uns in Ruhe mit Ruth, Mariana und Carmen unterhalten.

Auch in Jan hatten wir die Gelegenheit mit der dortigen Tierrztin zu sprechen, die einen sehr netten und kompetenten Eindruck macht.
Nach einer Kastration konnten wir auch sehen, dass tatschlich der gesamte Uterus und die Eierstcke einer Galga seitlich entfernt wurden.

Am Mittwoch schlielich konnten wir uns in Malaga mit Pilar treffen, nachdem wir Juergen vom Flughafen abgeholt hatten.
– Pilar ist unsere Kontaktperson fr Jan und auch fr eine Tierschutzgruppe in Zaragoza. Auerdem hat Pilar ein groes Wissen, was den Tierschutz in Spanien angeht und sie konnte uns viele gute Informationen liefern.

Am Donnerstag haben wir uns dann noch einmal in Linares mit Tina, Mariano, Carmen, Lola und ein paar anderen getroffen. Diesmal konnte sich auch Juergen das Tierheim zu Gemte fhren. Bei einem gemeinsamen Essen, das unsere Spanier fr uns ausgerichtet haben, konnten wir dann noch einmal ausgiebig ber alles sprechen.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte es ein schweres Gewitter in Linares gegeben und einige der Hunde hatten sich in der Aufregung und dem Stress gebissen. Ein paar der Hunde mussten in die Tierklinik gebracht und tierrztlich versorgt werden.
berall auf dem lehmigen Boden stand das Wasser und man konnte sich gut vorstellen, wie die Hunde und auch Menschen in dem Tierheim unter den schweren Regenfllen der letzten Wochen und Monate zu leiden hatten.
Es muss unbedingt begonnen werden ein neues, stabileres Tierheim zu bauen, das den Strmen besser trotzen kann.

Schlielich stand noch das Tierheim in Andjar an. Dazu haben wir uns mit Alberto getroffen.
Sein eigentliches Tierasyl ist derzeit fr die Hunde nicht bewohnbar, denn es war durch die schweren berschwemmungen durch das Wasser aber auch den mitgefhrten Schlamm unbrauchbar geworden.
In allerletzter Minute konnte Alberto seine Hunde aus den Fluten retten und sie in einer hher gelegenen Notunterkunft unterbringen, die aber alles andere als in Ordnung ist, denn die Tiere leben auch hier auf engstem Raum zusammen.

Nachdem wir zwei Gassirunden mit Albertos Hunden gedreht hatten und vor allem Karin viele schne Bilder machen konnte, sind wir wieder abgefahren.

Am nchsten Tag startete der Transport in Jan und lief weiter nach Linares, um alle Hunde einzusammeln.
Die letzten Hunde wurden bei Tarragona dazu geladen und weiter ging es nach Deutschland, wo alle Hunde von den Adoptanten und den Pflegefamilien abgeholt wurden.

Insgesamt sind wir bestrkt worden, den Tierheimen in Spanien auch weiterhin zu helfen und wer diese Aufopferung der Zwei- fr die Vierbeiner gesehen hat, ist ganz bestimmt derselben Meinung.

Es muss noch schrecklich viel getan werden also packen wir es an und freuen uns ber jede Untersttzung auch anderer Tierfreunde.

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