Großer Protest gegen massenhafte Tötung

15.000 au murit fara voce – 15.000 sind gestorben, ohne gehört zu werden. Das steht unter anderem auf den Plakaten der Protestierenden. Sie geben den Hunden in Rumänien eine Stimme, die immer noch massenhaft in den Tötungsstationen umgebracht werden. Auch unsere Tierschutzfreunde von Dogs Without Border haben an der Demo teilgenommen. Sie kämpfen seit vielen Jahren gegen ein System der Vernachlässigung und Tötung von Straßemnhunden, das staatlich subventioniert wird.

Das Einfangen und Töten der Hunde ist in Rumänien ein lukratives Geschäft. Jede Gemeinde kann mit privaten Firmen Verträge ausmachen. Für jeden eingefangenen Hund wird eine Summe vereinbart. Die Hunde müssen in ein Shelter gebracht werden und wenn sie nach 21 Tagen nicht vermittelt wurden, dann dürfen sie getötet werden. Ein solches System belohnt die Skrupellosigkeit. Denn wer die Hunde schlecht versorgt, spart Geld. Und wer sich nicht um Adoptionen kümmert, die dauern, wenn man sie sorgfältig und zum Wohl des Tieres durchführt, sondern die Hunde nach der Mindestwartezeit sofort tötet, verdient ebenfalls am meisten Geld. Denn so fallen nach 21 Tagen keine Kosten mehr für Futter und medizinische Versorgung an.

Um was für große Summen es sich hier handelt hat jetzt ein Skandal um den Tierarzt Dr. vet. Daniel Lazâr mit seiner Firma SC Vetmedan über die Grenzen hinaus publik gemacht, der eine Millionen in wenigen Jahren verdient haben soll. Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) berichtet am 19.2.26: „In den letzten zwei Jahren hat die Firma über 16.000 Hunde aufgenommen, 12.000 wurden eingeschläfert, über 2.000 sollen an Krankheiten gestorben sein.“ Wenn so viel Geld damit zu verdienen ist, Hunde einzufangen und zu euthanisieren, wer soll sich dann für Kastrationsprogramme einsetzen und die seriöse Vermittlung von Hunden?!

Es sind allein dieTierschützerinnen und Tierschützer, die sich dafür einsetzen. Sie sind wegen des Skandals um den Tierarzt zu Tausenden auf die Straße gegangen. Wir berichten euch davon, damit ihr wisst, gegen welche Kräfte sie jeden Tag ankämpfen. Das System in Spanien und Portugal ist kaum besser. Auch hier sind es die privaten Shelter, die Hunde aus den städtischen Tierheimen retten. Auch wenn nicht mehr überall getötet wird, es wird immer dort am meisten Geld verdient, wo man möglichst wenig für die Hunde ausgibt.

Was können wir tun? Verbreitet den Gedanken, dass Tierschutz grenzenlos ist, und adoptiert Hunde statt beim Züchter zu kaufen. Jeder Platz, der in einem von Tierschützern geführten Shelter frei wird, ist ein sicherer Platz für einen Hund, der sonst in dem skrupellosen System enden wird.

Wir danken unseren Tierschutzfreunden, dass sie jeden Tag die Kraft aufbringen, um zu kämpfen. 3000 Menschen sind in Bukarest auf die Straße gegangen, um denen eine Stimme zu geben, die sonst keine haben. Wir hören euch!

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