El Arca de Santi


El Arca de Santi

1995 wurde unsere Protectora de animales El Arca de Santi in Nordspanien in der Nähe von Huesca, Aragon ins Leben gerufen. Das Gründungsteam bestand aus fünf Freiwilligen, denen damals wie heute der Tierschutz am Herzen liegt und die sich trotz schwieriger Bedingungen aktiv und engagiert für das Wohl der Tiere einsetzen. Fast alle Gründungsmitglieder der ersten Stunde sind noch aktiv in der Arca, neue sind dazugekommen ebenso wie eine Tierarztpraxis auf dem Gelände, die vor Ort Kastrationen und kleine Operationen durchführt.

Mit nur wenigen Zwingern, die sich im Stadtzentrum befanden, startete das Tierheim El Arca de Santi. Einige Jahre später kam es zu einer Erweiterung und dem damit verbundenen Umzug in ein Industriegebiet. Im Gegensatz zu unseren Anfangszeiten mit nur wenigen Streunerhunden aus dem Stadtgebiet, gab es nun vierzehn neu gebaute Zwinger, die nach kürzester Zeit voll belegt waren.

Trotz unseres Standortes in einem Industriegebiet mangelt es an der grundlegenden und notwendigen Ausstattung, die wir für das Wohl der Hunde während ihres Aufenthaltes bei uns so dringend bräuchten. Bis heute ist es uns nicht gelungen, an das Stromnetz angeschlossen zu werden. Ein Minimum an Energie bekommen wir von einigen wenigen Solarzellen, die leider nicht mehr sind als „ein Tropfen auf den heißen Stein“.

Was für andere eine Selbstverständlichkeit ist, über die man nicht nachdenken muss, stellt für uns ein großes Problem dar: Die regelmäßige und ausreichende Versorgung unserer Hunde mit qualitativ gutem Trinkwasser. Hierfür haben wir nur das Kanalwasser, das für die Bewässerung der angrenzenden Felder genutzt wird. Hinzu kommt, dass der Kanal kein verlässlicher Wasserlieferant ist. Bei Temperaturen bis zu 40º C im Hochsommer trocknet er aus. Obwohl wir für diese Zeiten große Vorratsbehälter haben, sind wir gezwungen, mit diesen begrenzten Vorräten sehr sparsam umzugehen.

Da wir in einem Gebiet Nordspaniens in den Ausläufern der Pyrenäen leben, wird es im Winter sehr kalt und feucht, und die regelmäßig eingefrorene Wasserpumpe stellt uns vor ein weiteres großes Problem. Häufig sind alle Trinkeimer der Hunde mit einer dicken Eisschicht überzogen, was die existenziell notwendige Grundversorgung unserer Hunde zusätzlich erschwert. Auch an das Abwasserkanalsystem der Stadt sind wir nicht angeschlossen, diese sammeln wir im sogenannten „deposito“, welches ein- bis zweimal im Monat mit Spezialwagen der Stadtreinigung abgepumpt wird.

Nach den zurückliegenden Jahren sind wir inzwischen über die Grenzen unserer Gemeinde Monzon hinaus bekannt. Dies führt dazu, dass viele Menschen die ihnen lästig gewordenen Vierbeiner bei uns „loswerden wollen“. Häufig werden die Hunde anonym bei uns „abgegeben“. Sie werden angebunden zurückgelassen oder in den Nächten über den hohen Zaun geworfen. Wir haben aber auch  dem Gemeinderat der Sradt Monzon die Zusage abgetrotzt, dass Hunde, die gefunden oder von der Guardia Civil gebracht oder sichergestellt werden, in unser privates Tierheim und nicht in die Tötungsstationen u.a. der Kreisstadt Huesca  gebracht werden.

In den letzten Jahren ist unsere Arche ständig am Anschlag ihrer Kapazität, ebenso wie unsere privaten Pflegestellen, was vor allem daran liegt, dass die Vermittlung von alten und / oder kranken Hunden in Spanien so gut wie unmöglich ist und daran, dass Jäger ihre Jagdhunde in der "Nicht-Jagdsaison" als unnütze Fresser nicht durchbringen wollen. Das Verständnis und die Beziehung vieler Einheimischer zu Hunden sind eine ganz eigene Sache. Nur wer als Hund jung und hübsch, ein perfekter Jäger und möglichst ein Rassehund ist, hat überhaupt eine Chance. Dabei sind doch die Mischlinge von ihrer Konstitution her meist robuster als viele Rassehunde und zeichnen sich durch ihre Einmaligkeit aus.

Eine Folge der Überbelegung und des Platzmangels kann es zu Beißereien, Reizüberflutung bei den Hunden kommen. Um dies zu verhindern, versuchen wir, die Zwinger mit max. zwei Hunden zu belegen, die sich verstehen. Aber auch in unserer Krankenstation müssen neben den Krankheitsfällen, auch Welpen und kleine Hunde Quartier beziehen, um sie unterbringen zu können. Einem Tier Hilfe aus Platzmangel zu versagen, können wir nicht mit unserem Gewissen vereinbaren.

Von Seiten der Kommune fließen die Gelder zu uns nur sehr spärlich oder gar nicht. Steigende offene Rechnungen in der Tierklinik bei schweren Krankheitsfällen, lassen uns manchmal verzweifeln. Denn auch die Anzahl der Notfallhunde, die dringend tierärztliche Hilfe brauchen, steigt stetig an. Größtenteils finanzieren wir uns aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Hilfe erhalten wir vom Tierschutzverein Europa e.V., der spanischen Weihnachtslotterie durch Verkauf von Losen, Verkauf von Secondhand-Büchern auf einem monatlichen Trödelmarkt sowie wenigen Privatspenden. 

In der Coronapandemie, die Spanien sehr schwer erfasst hat, brachen viele dieser Hilfen seit 2019 durch die extremen Lockdowns weg. Wir sind für diese Unterstützung und Hilfen, die unseren Hunden zumindest ein Grundüberleben sichert, sehr sehr dankbar. Trotzdem können wir nicht beruhigt in eine sichere Zukunft unseres Tierheims schauen. 

Hier kommen noch die Bankdaten, wenn Sie etwas direkt spenden möchten*:

Protectora El Arca de Santi
Bank: Sabadell
IBAN: ES40 0081 1599 1100 0103 8505
BIC: BSABESBBXXX

*Wenn Sie Ihre Spende beim Finanzamt geltend machen wollen, überweisen Sie Ihre Spende bitte mit dem Namen des Tierheims im Betreff an den Tierschutzverein Europa. Wir leiten Ihre Spende 1:1 weiter.