Tierschutzverein Europa

Breta
Portrait Name: Breta
Rasse: Breton Mischling
Geschlecht: Weibchen
Ungefähres Geburtsdatum: 03.2012 (6 Jahre alt)
Ungefähre Größe: ca. 48 cm
Aufenthaltsort: La Ginesta/Tarragona

Name: Breta
Geburtsdatum: 18. 03. 12
Geschlecht: weiblich
Rasse: Breton Mischling
Farbe: Goldfarbe mit Weiß
Größe: 48cm
Aufenthaltsort: La Ginesta   Tarragona

Hallo, darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Breta.

Diesen Namen hat man mir im Tierheim von La Ginesta gegeben.
Wie ich dort hingekommen bin wollt ihr wissen: Das ist eine sehr traurige Geschichte, und ein bischen Trauer trage ich immer noch in mir.
Denn ihr müsst wissen, ich hatte einmal ein Zuhause, ein Zuhause in dem es mir gut ging, ich bekam zu fressen, zu trinken, lebte in einem kleinen Hof und manchmal bekam ich sogar ein paar Streicheleinheiten. Und dann passierte das Unfassbare: Die Menschen auf dem kleinen Hof wollten mich nicht mehr. Sie brachten mich weg und entsorgten mich wie einen Gegenstand, für den man keine Verwendung mehr hat, ich wurde einfach ausgesetzt.
Könnt ihr euch meine Verzweiflung und Fassungslosigkeit vorstellen. Ich hatte kein Zuhause mehr - plötzlich war ich ganz allein.

Ich irrte umher, suchte tagelang nach fressen. Und ich hatte auch kaum zu trinken. Ihr müssst nämlich wissen, dass es in den Sommermonaten in Spanien sehr heiß ist, es regnet nur selten und die Flüsse und Bäche sind oft ausgetrocknet, mehrere Tage ohne Wasser gleicht einem Todesurteil.
Mein schönes Fell wurde immer zotteliger, es war verklebt, mit Kletten übersät und ich weiss nicht mehr wie viele Zecken ich am ganzen Körper hatte.
Meine Pfoten waren wund gelaufen und aufgeschürft, über dem rechten Auge hatte ich eine blutende Wunde auf der unzählige Fliegen saßen. Und vor Hunger und Erschöpfung konnte ich mich kaum noch auf den Beinen halten.

Beim Anblick eines solchen Hundes haben die meisten Menschen Angst.
Sie haben Angst vor Krankheiten und Parasiten, sie denken dieser Hund ist wild und könnte beissen, deshalb wenden sie sich ab, verjagen dich oder werfen mit Steinen nach dir. Aber ein Mensch hatte keine Angst und dieser Mensch war meine Rettung: Eine ältere Frau gab mir zu trinken, ich weiss nicht mehr wie viele Wasserschalen ich ausgetrunken habe, die gute Frau füllte die Schale immer wieder mit Wasser nach und dann bekam ich das erste Mal seit Tagen wieder etwas zu essen.

Ich war so dankbar und leckte meiner Retterin die Hände ab, so gerne wäre ich bei ihr geblieben aber das ging leider nicht.
Sie rief in einem Tierheim namens La Ginesta an und ich wurde von einem Hundepfleger abgeholt. Was soll ich sagen? Die Menschen dort waren gut zu mir. Isabel, die Leiterin des Tierheims ließ sogar einen Tierarzt für mich kommen, der mir Spritzen gab, meine Wunde versorgte und meine Pfoten eincremte, es dauerte lange bis alle Zecken aus meinem Körper entfernt waren und es dauerte auch einige Zeit bis ich mich vollständig erholt hatte und wieder normal auf meinen vier Beinen laufen konnte. Körperlich bin ich genesen, mein Fell ist wieder schön und glänzend aber meine Hundeseele weint immer ein bisschen, ihr müsst nämlich wissen, dass ich in La Ginesta mit 120 anderen Hunden zusammen lebe.

Und ich bin von Natur aus ein bisschen schüchtern und zurückhaltend.
Oft kommt es vor, dass mich die anderen Hunde am Fressnapf wegdrängen und für mich nicht mehr viel übrigbleibt.
Aber deshalb weine ich nicht. Ich weine, weil ich kein „richtiges Zuhause“ mehr habe, keine Menschen mehr, die nur für mich da sind, ich weine, weil ich nicht verstehe, wie die Menschen, die ich geliebt habe mich einfach weggeworfen haben. Isabel und die Mitarbeiter in La Ginesta meinen es gut mit mir, aber ich bin dort eben ein Hund unter vielen und sie haben nicht die Zeit mir mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn ich brauche ein bisschen Zeit um wieder Vertrauen zu fassen. Wenn du nur eine wenig Geduld mit mir hast, wirst du schnell merken, was für ein liebenswerter und wunderbarer Begleiter ich für dich sein könnte.

Jetzt kennt ihr meine Geschichte. Ich weiß nicht was mich in meinem Leben noch erwartet. Ich weiß nicht wie lange ich noch in La Ginesta leben werde, aber eines weiß ich sicher: Dem Menschen, der sich für mich entscheidet und zu dem ich wieder Vertrauen fassen kann, würde ich meine ganze Liebe schenken.

Bitte nehmt Kontakt auf zu Debora Wieler, wenn ihr euch vorstellen könntet, mich bei euch aufzunehmen.



Debora Wieler (Sprachen: Deutsch, Englisch)
Telefon: 07121-470675
Handy: 0176-41690256
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